Meringer Tafel findet neues Zuhause bei Ludwig Leuchten

Endlich genügend Platz für Kühlgeräte, Lagerfläche und die Lebensmittelausgabe

Der Mietvertrag zwischen dem Markt Mering und Ludwig Leuchten für die Tafel ist unter Dach und Fach: Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und Florian Möckel, Geschäftsführer von Ludwig Leuchten haben ihn am 20. Juni unterzeichnet, ab dem 1. August tritt er in Kraft. Die Tafel ist damit bereits die zweite soziale Einrichtung auf dem Firmengelände des Meringer Leuchtenspezialisten. Sie wird im Werk 1 in der Zettlerstraße untergebracht sein. Im Werk 2 in der Frühlingsstraße befindet sich seit September 2016 eine Außenstelle der Ulrichswerkstätten, die vom Ressort Behindertenhilfe der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH (CAB) getragen wird.

Auf rund 240 Quadratmetern wird auf dem Firmengelände des Meringer Leuchtenspezialisten ein Lager für die Lebensmittel sowie eine Ausgabestelle geschaffen. Die ehemalige Werkshalle bietet beste bauliche Voraussetzungen. In den alten Räumlichkeiten der Tafel sanken die Schwerlastregale im Lagerraum immer wieder ein, Dübel hielten nicht an den Wänden. Und auch das Platzproblem lässt sich endlich lösen. Gerade in den Hochzeiten der Flüchtlingswelle wurde es für die steigende Anzahl an Tafelkunden oft knapp – wer draußen im Hof vor dem Tafelladen warten musste, war Wind und Wetter ausgesetzt. Das wird künftig nicht mehr vorkommen. Die neuen Räume mietet der Markt Mering monatlich für einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Zudem besteht die Möglichkeit, einen Zusatzraum mit 168 Quadratmetern anzumieten. Hier könnten Möbel und sonstige Gegenstände eingelagert werden, die von bedürftigen Menschen wie Hartz-IV-Empfängern, Familien mit geringem Einkommen, Alleinerziehenden oder Senioren benötigt werden.

Fast zwei Jahre liefen die Gespräche; bis zuletzt drohte das Projekt, sich weiter zu verzögern. Der Grund dafür: Die Flächen im ersten Stock sind nicht barrierefrei zugänglich, weil ein Personenaufzug fehlt. Den Lastenaufzug umzurüsten wäre jedoch extrem teuer geworden. Eine pragmatische Lösung sorgte dafür, dass das Landratsamt die Genehmigung nun trotzdem erteilte: Hilfsbedürftige sollen sich über eine Klingel mit Gegensprechanlage bemerkbar machen können, die gut zugänglich im Erdgeschoss installiert wird.

Bei Ludwig Leuchten ist man froh, den nächsten Schritt geschafft zu haben. „Mein Respekt gilt dem großen sozialen Engagement von Ingrid Engstle. Sie hat bewundernswerte Hartnäckigkeit und Geduld für dieses Projekt aufgebracht – und das, ohne sicher zu wissen, wie es räumlich weitergehen würde“, so Florian Möckel, Geschäftsführer von Ludwig Leuchten. „Endlich können wir mit der Planung des Umbaus beginnen.“ Wer welche Aufgaben übernimmt, wird in den nächsten Wochen mit dem Markt Mering noch genau abgestimmt. Einige Auflagen zum Brandschutz – etwa ein Fluchtweg übers Dach – sind noch zu erfüllen. „Unser Ziel ist, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sind und die Tafel ihre neuen Räume im Idealfall schon im Oktober beziehen kann.“

 

 

Sie freuen sich, dass die Details für den Einzug der Tafel in die Räumlichkeiten der Firma Ludwig Leuchten endlich geplant werden können (v.l.n.r.): Geschäftsführer Florian Möckel und Erich Ludwig, Leiterin der Tafel und Kleiderkammer Ingrid Engstle sowie Bürgermeister Hans-Dieter Kandler.

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