Ludwig Leuchten: Gesunder Neuanfang ist gemacht

Die Zeit des Schutzschirmverfahrens wurde genutzt, sich von Grund auf zukunftsgerichtet aufzustellen und mit neuem Schwung an alte Stärken anzuknüpfen.

Sanierungskonzept zeigt Wirkung: Ludwig Leuchten sieht positiv in die Zukunft

Rechtliche Dinge sind geklärt, ein neuer Katalog gedruckt und in Verteilung, die überarbeitete Webseite online. Das sind äußerliche Anzeichen dafür, dass es weitergeht, wie Geschäftsführer Florian Möckel im Gespräch erläutert. Und diese Zeichen sind wichtig, denn zuletzt war Ludwig Leuchten wegen des Anfang Mai eröffneten Schutzschirmverfahrens in die Schlagzeilen geraten.

Ludwig Leuchten hatte beim Amtsgericht Augsburg die Eröffnung beantragt, um damit eine Sanierung anzustoßen und Mechanismen aus dem Insolvenzrecht zu nutzen, bevor eine Zahlungsunfähigkeit eintritt. Im inzwischen abgeschlossenen Verfahren blieb die Geschäftsführung eigenständig und konnte strategische und operative Entscheidungen selbstbestimmt treffen.

Das ist bisher geschehen, und wie bereits in der letzten Ausgabe unseres Sonderheftes Lichtreport berichtet, hat Ludwig Leuchten das Verfahren inzwischen beendet und befindet sich wieder im normalen Betrieb – mit allen angestoßenen und durchgeführten Veränderungen.

Es gibt eine neue Gesellschafterstruktur

Neben der Familie Ludwig ist nun auch Geschäftsführer Florian Möckel beteiligt, andere Familienteile haben ihre Anteile abgegeben. Dabei habe man aber weiter auf die Unterstützung zählen können, so Möckel, und zum Beispiel Unterstützung für die Finanzierung des Insolvenzplans erhalten, der unter anderem eine Quote von 22,5% vorsieht. Der Betrieb wurde in der gesamten Zeit aufrechterhalten, und gerade dabei hat sich die starke Partnerschaft mit den langjährigen Lieferanten bewährt. „Niemand hat die Belieferung eingestellt, wir konnten weiter produzieren und unsererseits liefern“, fährt Möckel fort.

Eine Neuordnung und Überarbeitung hat auch das Produktprogramm erfahren. Insgesamt fünf Bereiche sind als Kernkompetenzen identifiziert und werden entsprechend dargestellt: Industrie/Gewerbe, Bürogebäude, öffentliche Gebäude, Reinräume und Oberflächenkontrolle werden angeboten – mit einem großen Anteil an LED-Leuchten.

Mit LED beschäftigt man sich in Mering ebenso wie in anderen Teilen der Leuchtenwelt, auch wenn das teilweise nach außen nicht so sichtbar war. Es werden sukzessive weitere Leuchten auf LED umgestellt oder neu entwickelt – immer dann, wenn die Umstellung Sinn macht und sie dem Anwender neue Vorteile bringt. Ein Beispiel ist das neue Schnellmontage-Lichtband, das nun auch in LED mit verschiedenen Lumen-Paketen, unterschiedlichen Optiken und Größen verfügbar ist. Auch vorhandene Installationen des Lichtband-Klassikers können auf LED umgerüstet werden.

Zu wenig getan hat man bei der LED nicht, denn wenn man sich den Sonderleuchtenbau ansieht, eines der wichtigen Betätigungsfelder bei Ludwig Leuchten, so wurden dort in den letzten Jahren hauptsächlich LEDs eingesetzt. Die Flexibilität für das Projektgeschäft ist vorhanden, und das Anpassen vorhandener Leuchten sowie die Entwicklung spezifischer Lösungen wird auch weiter zu den Kernkompetenzen bei Ludwig Leuchten gehören – dafür steht nicht zuletzt auch Erich Ludwig als zweiter Geschäftsführer.

Die Veränderungen bei Ludwig Leuchten waren auch schmerzhaft, nicht zuletzt musste ein Drittel der Belegschaft entlassen werden. Aber sie haben dazu geführt, dass das Unternehmen jetzt einen Platz in der Lichtwelt und ihrem Technologiewandel finden kann. Ein Sinnbild dafür ist das alte „Musterzimmer“, das sich momentan zu einem aktuellen Showroom  wandelt. Dort ist Raum für die neu definierten Geschäftsfelder und ihre Anwendungen, aber auch für Kommunikation und Austausch mit den Marktpartnern. Hier sollen auch Schulungen für Architekten und Lichtplaner stattfinden, die durch einen Rundgang durch die Produktion abgerundet werden können. Eine Produktion, die absolut vorzeigbar und modern ist.

Die 65 Jahre währende Unternehmensgeschichte kann nun weitergehen – das 1949 gegründete Familienunternehmen beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiter, 120 am Stammsitz in Mering und 80 am Standort Bergen (Sachsen). Mit diesem Team geht man weiter in die LED-Welt, mit neuem Schwung und positiv gestimmt: Als weiteres äußeres Zeichen dafür, wurde das neue Logo jetzt am Firmengebäude angebracht.

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