Qualität in Serie: made in Sachsen

Seit 1993 gibt es den Standort Bergen. Genauso lange pflegt Ludwig Leuchten hier eine besondere Zusammenarbeit

Erich Ludwig kann sich noch genau erinnern: Wendezeit, Aufbruchsstimmung. Auch der damalige Junior-Chef setzte sich Anfang der 1990er Jahre in den Flieger Richtung Dresden – auf der Suche nach Möglichkeiten, mit Ludwig Leuchten gen Osten zu expandieren. Fündig wurde er in Bergen / Neuwiese in Sachsen. „Ein Glücksgriff“, wie er noch heute sagt.

1993 eröffnete der Leuchtenhersteller aus Mering in dem kleinen Ort Bergen bei Hoyerswerda seinen zweiten Standort. Das Familienunternehmen schuf damit wichtige Arbeitsplätze in den neuen Bundesländern. Innerhalb von fünf Jahren wurde das Werk gleich zweimal erweitert. Heute arbeiten 70 der insgesamt 200 Mitarbeiter von Ludwig Leuchten am Standort Bergen mit 38.500 Quadratmetern Produktionsfläche.

Während an dem Hauptsitz in Mering vor allem Sonderlösungen realisiert werden, ist der Standort in Sachsen mit einem sehr hohen Automatisierungsgrad auf die Fertigung von Büro- und Industrieleuchten in Serie spezialisiert. Zu den Hauptprodukten gehört das Lichtband Schnellmontagesystem 2061 mit unterschiedlichen Lumenpaketen und Ausstrahlwinkeln wie auch das neue Schnellmontagesystem CanaLin®, sowie verschiedene Einbau- und Anbauleuchten mit Raster oder Scheiben, wie auch die neue Produktfamilie VIRO® IV.

Bei den meisten Standardprodukten von Ludwig Leuchten kommt heute hochmoderne LED-Technik zum Einsatz. Der Maschinenpark im Bergener Werk wurde dafür entsprechend aufgerüstet.

In der Vorfertigung arbeiten die Mitarbeiter an 17 Maschinen, vier davon wurden von den Spezialisten des Leuchtenherstellers selbst konstruiert, um die besonderen Erfordernisse in der Fertigung effizient umsetzen zu können. Aber auch in der Montage setzt Ludwig Leuchten auf ausgefeilte Technik und Effizienz. Sechs Roboter sind hier im Einsatz. Wünscht der Kunde eine Modifikation einer Standardleuchte, wird diese mit den flexiblen Maschinen oder aber per Hand gefertigt. Zuständig dafür sind Beatrice Peschel, 29, und Maik Preibsch, 32. Sie leiten die Produktion in Bergen. Wie in Mering setzt der Mittelständler auch in seinem zweiten Werk auf junge, engagierte Mitarbeiter in Führungspositionen.

Gelebte Integration

Von Anfang an ging Ludwig Leuchten in Sachsen eine besondere Zusammenarbeit ein: Die Lausitzer Werkstätten für behinderte Menschen übernahmen einzelne Fertigungsschritte – zunächst in ihren eigenen Räumlichkeiten, bald schon wurden die Mitarbeiter mit Handicap fester Bestandteil von Ludwig Leuchten. Heute sind 50 Beschäftigte der Behinderten-Werkstätten für den Leuchtenhersteller tätig. Sie alle haben ihren Arbeitsplatz direkt im Werk in eigenen Hallen. Zusätzlich sind betreuende Kräfte wie Sozialpädagogen, Gruppen- oder Bereichsleiter vor Ort.

„Das ist gelebte Integration“, sagt Eckhart Friese, der Geschäftsführer der Lausitzer Werkstätten. Er freut sich, dass Ludwig Leuchten den behinderten Menschen die Chance gibt, am normalen Arbeitsalltag teilzuhaben. „Es ist wichtig für ihr Selbstbewusstsein, dass sie nicht in einer eigenen Werkstatt, sondern direkt bei einem Unternehmen arbeiten“, erklärt Friese.

Der Leuchtenhersteller hat den besonderen Kollegen acht Maschinen zur Verfügung gestellt. Sie walzen, stanzen und punkten hier Rohlinge für Lichtleisten und sind somit voll in die Vorfertigung integriert. Außerdem übernehmen die Lausitzer-Werkstätten bei Ludwig Leuchten die Montage für die Tragschiene des Schnellmontagesystems und verschiedene Raster. Für rund 200 verschiedene Artikel aus dem Sortiment erledigen sie Vorarbeiten. „Die Verantwortlichen bei Ludwig Leuchten zeigen sehr viel Gespür, was sie unseren Mitarbeiter zutrauen können“, lobt Friese. Und: Sie nehmen deren Belange ernst. Kommen die Produktionsverantwortlichen von Ludwig Leuchten zur Besprechung zusammen, sitzen die Bereichsleiter der Werkstätten mit am Tisch. „Das ist nicht selbstverständlich“, betont Friese. Geschäftsführer Erich Ludwig liegt viel an seinem Engagement für die behinderten Menschen. „Ihre Arbeit ist enorm wichtig für uns“, sagt er. Durch ihren Einsatz in unserem Werk könne man flexibel reagieren und Arbeitsplätze in Deutschland halten.

Eigenentwicklung

Vollautomatische Fertigungsstraße für Beleuchtungskörper

  • CAD-CAM Programmiersystem
  • Automatische Werkzeugwechselsysteme
  • Integriertes System aus: Abcoilanlage, Richtmaschine und Bandstanzanlage, in Reihe stehende Biegeautomaten und Schweißroboter

Pulverbeschichtungsanlage und Lackiereinheit

  • Materialien: Stahl, Zinkmaterial, Edelstahl
  • Teile bis 4,0 m länge
  • 2 Lackierstationen
  • Nutzung von Regenwasser für die Reinigungsstation

Verdrahtungsroboter für elektrische Komponenten

  • Verdrahtung von Komponenten
  • Anlagen für Steck-bzw. Schneid/Klemmtechnik
  • Automatische Funktions- und Schutzleiterprüfung

Vollautomatische Montagestraße

  • Integriertes System: Zuführen der Leutengehäuse, automatisches Bestücken mit Komponenten und Verdrahten aller elektrischen Bauteile, Prüfen und Verpacken

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